Isabell Werth | Goldregen in Göteborg
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Goldregen in Göteborg

Inzwischen sind wir alle wieder wohlbehalten zu Hause angekommen; Weihe hat sich schon die ersten Grashalme in der Rheinberger Nachmittagssonne schmecken lassen, und ich … kann mir das Grinsen immer noch nicht verkneifen. Nicht nur über den Willkommensgruß meines Teams, das sich anscheinend durch meine Göteborger Champagner-Sprüche hat inspirieren lassen (ja, auf dem Schild steht tatsächlich „Wir sind zwar nicht in Schweden, trotzdem können wir einen auf Dich heben“ 🙂 ), sondern vor allem über diese fantastische Sport-Woche. Anders als meine Pflegerin Steffi (danke!!!) hatte ich ja keine Sonnenbrille dabei, hinter der ich meine Rührung verbergen konnte, deshalb kann auf den Fotos jeder sehen, was mir dieser dreifache Gold-Erfolg bedeutet hat. Es ist tatsächlich genau zwanzig Jahre her, dass ich mit Gigolo EM-Mannschafts- und Einzelgold gewonnen habe (eine Kür-Medaille gab es damals noch
nicht); genau zehn, dass ich mit Satchmo meine bis dato letzte EM-Einzelmedaille (im Special in Turin) erritten habe — und nun mit Weihegold in Göteborg dreimal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, war wahrlich keine Kleinigkeit.

Ins Stadion einzureiten, nachdem Sönke Rothenberger und Cosmo mit 90,6% vorgelegt hatten, war eine Herausforderung, wie ich sie nicht alle Tage erlebe, aber Weihe hat die magische 90 ja schon mehrfach geknackt, und ich wusste, dass alles möglich ist. Das hat sich Weihe anscheinend auch gedacht; es war alles so spielerisch und so leicht; Adrenalin gepaart mit purem Vergügen. Und auch der Blick nach rechts und links liefert eigentlich Anlass zur Freude. Zwar hat mir Sönke in Göteborg die Siege wie versprochen nicht leicht gemacht — um so mehr sind sie wert, und um so besser für den Sport –, aber es
war schön, das Podium mit zwei jungen Sportlern zu teilen, die dieselbe Leidenschaft haben wie ich: Pferde auszubilden und an die Spitze zu bringen, herauszufinden, wie man ihre Stärken glänzen lassen kann, dem perfekten Ritt mit unterschiedlichen Pferden immer näher zu kommen und niemals auszulernen. Das war toller Sport, der Lust gemacht hat auf die Zukunft und auf weitere spannende Wettkämpfe!