Isabell Werth | Donaueschingen: Flamboyant und die Extra-Portion Energie
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Donaueschingen: Flamboyant und die Extra-Portion Energie

Wenn es ein Pferd gibt, das mich fest auf dem Boden der Tatsachen verankert hält, ist es Don Johnson. Johnny hat am Samstag einen Top Grand Prix gezeigt, der mit 77,9% belohnt wurde und keine Wünsche offenließ. Dass es im Special anders werden würde, konnte ich schon beim Einreiten spüren. Johnny ist nun einmal ein Pferd mit der Extra-Portion Energie, und um sich in der Prüfung voll und ganz konzentrieren zu können, braucht er vorher seine „Buckler“ auf dem Abreiteplatz. Die fehlten aber gestern — und das resultierte in zwei teuren Fehlern in der Prüfung, zum einen diesem so wichtigen, leider misslungenen Übergang vom versammelten Schritt zur Piaffe und zum anderen auf der Einerwechsel-Diagonale. Mit 72,5% blieb er weit unter dem, was er kann — immerhin wurde es dennoch Platz zwei.

Seinem Namen alle Ehre machte dagegen Flamboyant, der in jeder Hinsicht positiv auffiel. Der jetzt 9jährige tief dunkelbraune Fidertanz-Sohn war 5jährig schon Bundeschampion und WM-Finalist, ehe er vor drei Jahren zur weiteren Förderung zu uns kam. Sein belgischer Besitzer Patrick D’Eer hat eine Vorliebe für deutsche Pferde, die er auch gern in Deutschland ausbilden lässt — in diesem Fall ein Glück für uns. Flamboyant wurde 2016 und auch 2017 zunächst von Niklaas Feilzer in M- und S-Dressuren vorgestellt, und das hoch erfolgreich. Es war Niklaas, der dem Pferd mit viel Geduld die nötige Sicherheit für solche Prüfungen gegeben hat, so dass ich jetzt das Gefühl hatte, die Zeit ist reif für die große Bühne. Das schien Flamboyant auch so zu sehen, denn er gewann nicht nur die Qualifikation zum Nürnberger Burgpokal, sondern er gewann sie auch mit einem Rekordergebnis: 81,5% standen am Ende im Protokoll, und es war ein tolles Gefühl, dieses gangstarke, großrahmige, geschmeidige Pferd zu reiten!