WeltCup in Vilhelmsborg

Gerade die WeltCup-Tour mit ihren entscheidenden Kür-Prüfungen lebt eigentlich von der Begeisterung des Publikums – in Zeiten wieder steigender Coronazahlen leider unmöglich. Trotzdem haben die Veranstalter des Turniers im dänischen Vilhelmsborg alles getan, um eine schöne, gemütliche Atmosphäre zu zaubern, an der die Reiter und Pferde genau wie die (wenigen, aber immerhin!) Zuschauer Freude haben konnten.

Ich war mit Emilio in Vilhelmsborg, und er hat wahrlich keine Langeweile aufkommen lassen. Am ersten Tag im Grand Prix war er ziemlich geladen, und wir wurden mit Glück noch Zweite. In der Kür war er dann aber wieder ganz fokussiert, und es gab ein spannendes Duell mit Cathrine Dufour und ihrem neuen Star Bohemian. Die beiden konnten zwar ihr “Heimspiel” am Ende für sich entscheiden, aber wir sind knapp hinter ihnen Zweite geworden, und ich bin sehr happy nach Hause gereist.

Passt auf Euch auf, und bleibt (und werdet) gesund!

Belantis siegt in Reutlingen

Dass gut Ding Weile haben will, fordern meine Pferde immer wieder von mir ein. Ein ganz besonderer Lehrmeister ist in dieser Hinsicht Belantis. Zwar bin ich mit ihm schon in einer Handvoll Prüfungen mit Piaffe und Passage gestartet und wäre gern die Louisdor-Tour mit ihm gegangen. Ich bin fest davon überzeugt, dass er ein großartiges Grand-Prix-Pferd ist, das aber seinen eigenen Weg gehen muss. Bei den Reutlinger Dressurtagen war es jetzt so weit, dass wir unsere Grand-Prix-Premiere gegeben haben — und ja, et kütt 🙂

Mit knapp 75,5% haben wir die Prüfung gewonnen — und damit der “Neuling” mit einer guten Erfahrung wieder nach Hause fahren konnte, haben wir erst einmal auf den Start im ungleich schwereren Special verzichtet. Ich freue mich über gelungene Premiere und danke den Veranstaltern in Reutlingen in diesen schwierigen Zeiten für ihren Einsatz!

Gut gemacht, Balve!

Schon relativ früh in der Corona-gebeutelten Saison waren sich die Macher (und vor allem die Macherin) des Turniers in Balve sicher, dass es eine Deutsche Meisterschaft der Dressurreiter auf ihrem Gelände geben würde. Die Planungen durchzuziehen, war ein Spiel auf Risiko, und ich muss sagen: Hut ab, was Ihr da gezaubert hat. Klar fiel der Applaus diesmal spärlich aus, und das Starterfeld der Meisterschaft war klein – aber der Spannung und dem Niveau im Wettkampf hat das alles keinen Abbruch getan.

Es war keine Überraschung, dass sich “girls’ power” um die vorderen Plätze duellieren würde, und am Ende haben Jessi von Bredow-Werndl mit ihrer Dalera und Weihe und ich uns die Medaillen redlich geteilt: Nach dem Sieg im Grand Prix hatten Weihegold und ich im Special einen teuren Wechselfehler und wurden “technische” Vizemeisterinnen. Aber in der Kür war Weihe einfach nur wow. Sie hat keine Punkte liegen gelassen und alles richtig gemacht, als hätte es nie eine Turnierpause gegeben. Mit 90,8% war uns die Goldmedaille nicht zu nehmen.

Emilio war in Balve sehr “an”, und vor allem im Grand Prix hatte ich gut damit zu tun, seinen Fokus auf mich und die Prüfung zu lenken. Dass mir das gelingen konnte und wir beide Prüfungen mit 78% abschließen konnten, zeugte dann aber einmal mehr von seinem Charakter, und auch diese Aufgabe hat Freude gemacht.

Nochmals danke an das Team in Balve – es hat an nichts gefehlt und war bei herrlichem Spätsommerwetter eine wirklich schöne Turnierreise!

Hagen a.T.W.: Angenehme “Zwischenatmosphäre”

Es war eine denkwürdige Turnierreise, die wir am Wochenende nach Hagen am Teutoburger Wald unternommen haben: Nach gut drei Monaten Corona-Stillstand hatte Familie Kasselmann zu einem kleinen, aber feinen Dressurturnier rund um eine Qualifikation für den Louisdor-Preis eingeladen. Ich bin mit Emilio hingefahren, und wir haben den Grand Prix und den Special gewonnen – doch die Siege gerieten fast zur Nebensache, denn natürlich kam so ganz ohne Publikum keine richtige Turnierstimmung auf. Trotzdem war es schön, dass das Turnier stattgefunden hat; alles war wunderbar locker und entspannt.

Mit Emilio war ich sehr zufrieden. Er hat beide Prüfungen sehr gut gemeistert, und ich konnte in aller Ruhe ein paar Dinge ausprobieren. Außerdem hatte ich Belantis zum Training dabei. Ihm hat die “Zwischenatmosphäre” auf diesem Turnier sehr gut getan; der fremde Stall und fremde Trainingsplätze, aber noch kein richtiger Turniertrubel. Er war trotzdem noch ein bisschen aufgeregt, er ist einfach viel sensibler als man das vielleicht auf den ersten Blick meint.

Danke an Familie Kasselmann für dieses rundum gute Turnier – und nun schauen wir mal, wie es weitergeht.

Gute Nachrichten: Horses & Dreams Entertainment führt die Lehrserie “Die Alten Meister” weiter

Hagen a.T.W. Frank R. Henning hat sein Leben den Pferden, dem Pferdesport und der Serie „Die Alten Meister“ gewidmet. Für ihn Stand das Pferd im Vordergrund und das Bewusstsein Pferde artgerecht auszubilden, zu fördern und zu trainieren. Diese Leitidee prägt die renommierte Lehrreihe bis heute.
25 Jahre lang gab Frank R. Henning den „Alten Meistern“ ein Gesicht und eine Plattform, nun wird die Serie mit 13 Stationen von der Horses & Dreams Entertainment GmbH weitergeführt. „Es war Franks Wunsch, dass diese für den Reitsport so wichtige Lehrreihe auch nach seinem Tod weitergeführt wird“, betont Ehefrau Christina Henning. Mit der Familie Kasselmann verbindet die Familie Henning seit vielen Jahren eine enge Freundschaft. Aus dieser Freundschaft entstand die Idee, das Netzwerk der Familie Kasselmann zu nutzen, um „Die Alten Meister“ weiterleben zu lassen. „Es ist mir eine Ehre, diese großartige Lehrreihe unter unsere Fittiche zu nehmen und in Franks Interesse weiterzuführen“, erklärt Ullrich Kasselmann. Wer die Veranstaltungen, die ab dem 14.09.2020 wieder stattfinden sollen, von nun an moderiert, steht bis dato noch nicht fest, es werden allerdings schon vielversprechende Gespräche geführt.
„Wir freuen uns, zusammen mit Christina die Serie in diesem Jahr unter den gegebenen Umständen bestmöglich umzusetzen“, betont Francois Kasselmann. „Frank hat sich gewünscht, dass wir gemeinsam diese besondere Serie für den Reitsport weiterentwickeln und gemeinsam die klassische Ausbildung von Pferden an viele Reitsportinteressierte weitergeben.“

Save the Date:
14.September 2020 Bad Homburg mit Helen Langehanenberg
21. September 2020 Winsen/Aller mit Monica Theodorescu
22. September 2020 Schenefeld mit Christoph Koschel
28. September 2020 Goch mit Isabell Werth
29. September 2020 Salzkotten mit Hubertus Schmidt
12. Oktober 2020 Chieming-Hart mit Michael Klimke
13. Oktober 2020 München mit Michael Klimke
26. Oktober 2020 Ankum mit Monica Theodorescu
23. November 2020 Durmersheim mit Michael Klimke

Alle weiteren Informationen & Anmeldeformulare findet Ihr unter: www.henning-reitevents.de/die_alten_meister.html